Wer hat Angst vor Normativität? Strategietagung am 21./22. November 2024 in Köln

Tagungsbericht von Anna Elisabeth Gehl, Geschichts und Kulturwissenschaften, Freie Universität Berlin 

Anders als andere Teilbereiche der Geschichtswissenschaft hat die Historische Friedens- und Konfliktforschung den Anspruch, eine Richtschnur für die Gesellschaft zu offerieren. Sie “zeichnet sich”, wie die VeranstalterInnen es ausdrückten “durch eine am Friedensideal orientierte Normativität aus.” Die Strategietagung des Arbeitskreises für Historische Friedens- und Konfliktforschung hatte zum Ziel, die Rolle dieser Normativität zu hinterfragen, neue Denkanstöße zu geben, aber auch die Europazentriertheit des Bereichs zu überwinden und epochenübergreifend zu arbeiten.

In ihrer Keynote Lecture „Engagierte Geschichtswissenschaft. Konzepte und gelebte Wirklichkeiten in der Historischen Friedens- und Konfliktforschung” argumentierte PETRA GOEDDE (Philadelphia), dass Friedensforscher:innen sich weniger fragen sollten, ob sie einen Beitrag zur Friedensgestaltung leisten. Normativität sei nicht das zentrale Anliegen der Friedens- und Konfliktforschung. Auch andere Forschungsfelder der Geschichtswissenschaft seien nicht frei von Normativität. Ebenso sei dies auch kein spezifisches Problem der Friedens- und Konfliktforschung, denn auch andere Teilbereiche seien aus aktivistischen Anliegen entstanden, wie etwa die Geschlechtergeschichte. Inzwischen lasse sich konstatieren, dass die Normativität weniger ausgeprägt sei und überholt erscheine, was auch mit den erlebten Realitäten der westlichen Forscher:innen zu tun habe: In Zeiten des Kalten Krieges, in denen die Friedens- und Konfliktforschung ihre Anfänge hatte, sei der Zweite Weltkrieg noch Teil des erlebten Gedächtnisses gewesen. Das treffe heute nicht mehr zu. Goedde forderte deshalb, dass die HFKF fragen müsse, wie historisch mit dem Begriff Frieden umgegangen worden sei und wie dies heute geschehe.

Im ersten Panel der Konferenz, das unter dem Titel “An Kriege erinnern” stand, gingen die Referenten der Frage nach Funktion und den Formen des Erinnerns nach. MACIEJ GÓRNY (Warschau) sprach über die beiden Weltkriege in der polnischen Historiografie und Erinnerung. Die Erinnerungskultur zum Ersten Weltkrieg sei exkludierend gewesen, man habe strikt zwischen polnischen und nicht-polnischen Kriegsteilnehmer:innen unterschieden. Demgegenüber sei die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auch aus Sicht der Veteranen inklusiver. Allerdings könne auch hier beobachtet werden, dass nicht-polnische Veteranen verachtet, Intellektuelle als Feinde betrachtet und polnischer Patriotismus und damit auch Nationalismus gepflegt worden seien. Die Frage nach dem Friedensgedanken sei schwer zu beantworten, da man einerseits „nie wieder Krieg“ postuliere, andererseits Siege und Martialismus pflege. Dennoch zog Gorny ein positives Fazit. Die Erinnerung an beide Kriege bewege sich inzwischen in Richtung Weltoffenheit und Europafreundlichkeit und weg von der Kriegsverherrlichung der letzten Jahre.

DANIEL STAHL (Erlangen–Nürnberg) zeigte in seinem Vortrag über Erinnerungskämpfe um die argentinische Militärdiktatur (1976–1983), dass nicht immer klar sei, wann überhaupt Frieden herrsche. Nach der Rückkehr zur Demokratie hätten sich drei Interpretationen der zurückliegenden Repression herausgebildet, die die Aufarbeitung prägten. Die Militärs argumentierten, dass sie von 1976 bis 1983 einen erfolgreichen Krieg gegen den Terror geführt hätten und nun eine Rückkehr zur Demokratie und Frieden möglich sei. Die demokratischen Regierungen der 1980er- und 1990er-Jahre machten zwar hochrangigen Militärs den Prozess. Ihre Politik basierte allerdings auf der Annahme, dass sich die Gesellschaft in einer fragilen Übergangsphase zum Frieden befinde und Amnestien deshalb unabdingbar seien. Als Reaktion auf die Amnestiepolitik dieser Regierungen formierte sich eine aktivistische Bewegung. Diese sah in strafrechtlichen Prozessen nach dem Nürnberger Vorbild ein Mittel der Friedensstiftung. Nachdem sie sich mit dieser Forderung zu Beginn des Milleniums hatte durchsetzen können, lasse sich – anders als beim polnischen Beispiel – mittlerweile ein Backlash beobachten. Die Regierung Mileis interpretiere die Repression wieder als erfolgreichen Krieg und spreche positiv über die Amnestiepolitik der 1980er- und 1990er-Jahre.

Im Rahmen des Vortrags von MARTIN GÜNZEL (Köln) wurde die Rechtfertigung Tony Blairs hinsichtlich seiner Beteiligung am Irakkrieg analysiert. Der damalige britische Premier argumentierte Anfang des Jahrtausends, dass eine Außenpolitik der frühen Konfrontation statt Beschwichtigung nötig sei, um Frieden zu bewahren und zu stärken. Er betonte die kollektive Pflicht zur entschlossenen Intervention, um westliche Werte zu bewahren und zu transportieren. Allerdings sei schnell klar geworden, dass diese Rechnung nicht aufging. Seit 2006 befindet sich Blair in der Defensive. Er verteidigt nicht nur den Krieg im Irak, sondern legitimiert rückwirkend die Außenpolitik, die nach 9/11 die Welt nach westlichen Werten neu ordnen sollte. In diesem Zusammenhang dient die Erinnerung an den Irakkrieg auch der Begründung und Legitimierung dieser liberal-interventionistischen Vorstellungen von Krieg und Frieden.

SARAH RAUSCH (Jena) analysierte Vorstellungen von „Krieg“ und „Frieden“ in der Aufarbeitung kolonialer Vergangenheiten in Deutschland und Frankreich und die damit zusammenhängenden Versöhnungsdiskurse. In Frankreich spreche man erst seit 1999 vom „Algerienkrieg“ statt von einer „Operation“. Damit werde auch eine „Pflicht zur Erinnerung und eine Pflicht den Frieden zu stärken“ postuliert, die die Grundlagen für die Versöhnung zwischen dem französischen und algerischen Volk schaffen solle. In Deutschland wurde erst 2004 der Völkermord an den OvaHerero und den Nama anerkannt. Heidemarie Wieczorek-Zeul erklärte, dass es „ohne bewusste Erinnerung, ohne tiefe Trauer […] keine Versöhnung geben“ könne. In beiden Fällen würden allerdings die Forderungen der ehemals Kolonisierten nicht anerkannt werden; letztlich gehe es vor allem darum, die französische und die deutsche Gesellschaft mit sich selbst zu versöhnen. Ohne die Beteiligung der Betroffenengruppen könne man von neo-kolonialer Erinnerungspolitik sprechen.

Das zweite Panel warf zwar laut Veranstalter:innen die Frage auf, inwiefern eine Militärgeschichtsschreibung ohne normativen Friedensbezug möglich sei, die Beiträge näherten sich dem Thema Krieg allerdings nicht aus einer dezidiert militärhistorischen Perspektive an. ANKE FISCHER-KATTNER (München) analysierte die Verzahnung von Kriegserfahrungen und Friedensidealen am Beispiel des Belagerungskriegs der Phillipsburg 1734. In diesem Konflikt kam es zu zahlreichen zivilen Opfern. Dieses Ereignis hinterließ seine Spuren in der Arbeit von Johann Michael von Loën, der sich explizit als Friedensforscher verstand. In seinen Schriften argumentierte er, dass der Krieg nicht als natürlicher Zustand der Menschen zu verstehen sei. Der Festungsbau und die Gewaltexzesse des Festungskrieges seien zu grausam. Als Lösung schlug er die Ernennung von Friedensrichtern vor. Damit formulierte er schon früh Lösungsvorschläge, die später im 20. Jahrhundert an Relevanz gewannen. Fischer-Kattner fasste zusammen, dass Friedensnormen demnach in einem engen Zusammenhang mit Gewalterfahrungen stünden.

JAN-MARTIN ZOLLITSCHs (Berlin) Vortrag thematisierte den Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) und untersuchte am Beispiel des Umgangs mit sogenannten Franktireurs, wie Fragen nach Legitimität bzw. Illegitimität militärischer Gewalt in diesem Konflikt verhandelt wurden. Seit den 1860er-Jahren habe eine Verrechtlichung des Krieges stattgefunden, die einherging mit der Entstehung der Organisationen des Rotes Kreuzes und die in den Genfer Konventionen gipfelten. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, ob der Deutsch-Französische Krieg als Ausgangspunkt eines „deutschen Sonderwegs“ der Entgrenzung militärischer Gewalt zu betrachten sei, da sich hier, wie im Ersten Weltkrieg in einer militärrechtlichen Erläuterung zu lesen war, ein „preußisch-deutscher Kriegsgebrauch“ ausprägte, demzufolge „Franktireurs […] zu erschießen“ seien. Zollitsch verneinte eine solche Interpretation. Vielmehr sei versucht worden, eine Regelmäßigkeit einzuführen und Gewalt einzuschränken.

Um öffentliche Debatten über Gewaltexzesse und Friedensverhandlungen im Kontext von Kolonialkriegen ging es bei CHRISTIAN METHFESSEL (München–Berlin). In der deutschen und britischen Öffentlichkeit sei um 1900 diskutiert worden, ab wann Gewalt als exzessiv gelten müsse. Gewaltexzesse galten als Widerspruch zu europäischen bzw. „zivilisierten“ Normen. Durch die Betonung auf das zivilisierte Europa hätten allerdings auch Kritiker:innen der Gewalt koloniale Deutungsmuster europäischer Überlegenheit weiter verstärkt. Selten sei auf Kriegs- oder Völkerrecht hingewiesen worden, das mit Blick auf Kolonialkriege offenbar irrelevant war. Dementsprechend nahm man nicht-europäische Gegner als nicht verhandlungsfähig wahr.

Ähnlich wie Zollitsch betonte HENDRIK SIMON (Frankfurt am Main), dass das europäische 19. Jahrhundert ein Jahrhundert der Regulierung von Gewalt gewesen sei, in dem liberale Völkerrechtler zwischen Pragmatismus und Normativität changiert hätten. Liberale Juristen, die auf Kant zurückgriffen, hätten die Lehrmeinung vertreten, dass basierend auf dem Primat des Rechts auf lange Sicht ein Kriegsverbot anzustreben sei, während „realistische“ Juristen wie Clausewitz von einem Primat der Politik und des Militärischen ausgegangen seien. Somit sei ein Schwebezustand zwischen normativen Kriegsverhalten und fehlendem Kriegsverbot entstanden. Bluntschli zum Beispiel schrieb an Moltke, dass er den Wunsch hege, auch einfachen Soldaten das Kriegsrecht nahezubringen, wohingegen Moltke argumentierte, dass Kriege das Beste im Menschen hervorbringen würden. Simon nutzte diese Debatten, um für eine stärker normativ ausgerichtete Historische Friedensforschung zu plädieren. Die Diskussionen des 19. Jahrhunderts über Frieden könnten heutigen Debatten als Anregung dienen.

Das dritte Panel beschäftigte sich mit Friedensvorstellungen und Friedensprozessen. Als erstes trug VALENTIN BARDET (Lyon) zu „Deutschlandbild, Wissensproduktion und Friedensvorstellungen in der französischen Besatzungen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg“ vor. Schon ab Ende 1944 diskutierten jene Offiziere und Wissenschaftler, die später die Besatzung durchführten sollten, wie eine zukünftige Militärbesetzung auszusehen habe. Die Besatzung selbst sei dann als Gelegenheit genutzt worden, mehr über Deutschland zu erfahren, zum Beispiel im Zuge der Seminare des Centre d’etudes Germaniques 1946 bis 1950. Dabei habe sich ein pragmatischer Umgang mit der deutschen Bevölkerung entwickelt, der man trotzdem mit Misstrauen begegnet sei. Das Beispiel zeige, dass eine Geschichte der deutsch-französischen Besatzung jenseits eines normativen und teleologischen Narrativs der deutsch-französischen Versöhnung geschrieben werden müsse.

Ebenfalls um Friedensprozesse nach dem Zweiten Weltkrieg ging es in CHRISTOPH LAUCHTs (Swansea) Vortrag zu den Anfängen der Städtepartnerschaft Kiel – Coventry, 1945-55. Dabei widersprach er einem Narrativ, das die europäische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg – ähnlich wie die europäische Integration – auf geradezu hagiografische Art und Weise als ein Friedensprojekt verkläre. Stattdessen betonte er, dass der aufkommende Kalte Krieg als Katalysator der (west)deutsch-britischen Aussöhnung gedient habe. Er zeigte, dass seitens der Gesellschaft der Freunde Coventrys Rückbezüge auf die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur oft zugunsten von Zukunftsentwürfen für eine auf liberaldemokratischen Werten basierte Ordnung, die sich zugleich von autoritären, in der Sowjetunion vorherrschenden Denkmustern abzusetzen suchte, zurückstanden.

REGINA STUBER (Göttingen) zeigte im letzten Vortrag der Tagung die normativen Muster und Denkfiguren im Kontext des Großen Nordischen Krieges (1700-1721) auf. Sie konzentrierte sich dabei auf die Friedenskonzeptionen Zar Peters I. Seine stark normativ geprägten Konfliktlösungsideen sollten die Ruhe im Heiligen Römischen Reich bewahren. Hierbei fungierten auch Gelehrte wie Gottfried Wilhelm Leibniz als praktische Diplomaten. In den überlieferten Quellen wird ersichtlich, wie diese Diplomaten normative Begriffe wie „Ruhe und Sicherheit“ gezielt einsetzten. Laut Stuber lässt sich so zeigen, dass die Friedens- und Allianzkonzeptionen des Zaren an die europäischen Diskurse adaptiert wurden, die zu der Zeit stark von Normativität geprägt waren.

Abgerundet wurde die Tagung von der öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaftskommunikation oder politischer Aktivismus? Public Outreach in der historischen Friedens- und Konfliktforschung“. Hier ging es nun abschließend um die wichtige Wendung von WissenschaftlerInnen nach außen, also an einen Adressatenkreis jenseits des engeren Fachpublikums. Moderiert von Arvid Schors diskutierten die Historiker Eckart Conze, die Historikerin Tatjana Tönsmeyer und der Völkerrechtler Felix Lange über das Verhältnis von Wissenschaftskommunikation und politischen Positionierungen vor dem Fragehorizont von Krieg und Frieden. Nicht zuletzt wurde erkennbar, dass der Appell Max Webers, man solle jederzeit deutlich machen, wo der denkende Forscher aufhört und der wollende Mensch anfängt zu sprechen, grundsätzlich nichts an Bedeutung eingebüßt hat.

Am Ende konnte die Konferenz die Frage nach dem Stellenwert von Normativität in der modernen Friedens- und Konfliktforschung zwar nicht beantworten, aber viele Denkanstöße bieten, auch über die Rolle von HistorikerInnen in der Öffentlichkeit. Die Vorträge haben eindrucksvoll gezeigt, wie unterschiedlich Frieden als Konzept gedeutet werden kann, sowohl historisch wie auch kulturell. Etwas schade war es, dass außer in dem Vortrag von Daniel Stahl keine außereuropäischen Perspektiven tiefer verdeutlicht werden konnten. Wie in der Diskussion aber auch veranschaulicht, zeigen die Beiträge, wie sehr historisch die Agency bei westlichen Ländern lag und liegt. Anzumerken sei auch, dass weder Gender noch Diversität thematisch behandelt werden konnten, was die Konferenz sehr schön abgerundet hätte.

Panel 1: An Kriege erinnern
Chair: Sophie Lange (München – Berlin)

Maciej Górny (Warschau): Pyrrhussiege. Die Weltkriege in der polnischen Historiographie und Erinnerung

Daniel Stahl (Erlangen-Nürnberg): Wann ist Frieden? Erinnerungskämpfe um die argentinische Militärdiktatur

Martin Günzel (Köln): „Benign inactivity, or progressive pre-emption“ – Tony Blair und die Rechtfertigung des Irakkriegs

Sarah Rausch (Jena): Erinnerungskriege befrieden? Vorstellung von „Krieg“ und „Frieden“ in der Aufarbeitung kolonialer Vergangenheiten in Deutschland und Frankreich

Panel 2: Militärgeschichtsschreibung ohne normativen Friedensbezug?
Chair: Daniel Marc Segesser (Bern)

Anke Fischer-Kattner (München): „Der liebe vnd werthe Fried“ und die Bellizität – Zum Verhältnis von Friedensidealen und Kriegserfahrungen in der Frühen Neuzeit

Jan-Martin Zollitsch (Berlin): Normen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71)

Christian Methfessel (München–Berlin): Umstrittene Gewaltexzesse und kontroverse Friedensverhandlungen: Kolonialkriege in der englischen und deutschen Öffentlichkeit um 1900

Hendrik Simon (Frankfurt am Main): Zwischen Pragmatismus und Normativität: Selbstverortungen liberaler Völkerrechtler im Diskurs über Krieg und Frieden des „langen 19. Jahrhunderts“

Panel 3: Friedensvorstellungen und Friedensprozesse
Chair: Julia Eichenberg (Bayreuth)

Valentin Bardet (Lyon): Friedensplanung lernen? Die Vorbereitung und Schulung der Mitarbeiter der französischen Militärregierung für die Besatzung Deutschlands ab 1944

Christoph Laucht (Swansea): Der Kalte Krieg als Katalysator der (west)deutsch-britischen Aussöhnung? Die Anfänge der Städtepartnerschaft Kiel – Coventry, 1945-55

Regina Stuber (Göttingen): Normative Muster und Denkfiguren im Kontext des Großen Nordischen Krieges (1700-1721): Die Friedenskonzeptionen Zar Peters I. gegenüber europäischen Fürstenhäusern

Podiumsdiskussion: Wissenschaftskommunikation oder politischer Aktivismus? Public Outreach in der historischen Friedens- und Konfliktforschung
Eckart Conze, Marburg; Felix Lange, Köln; Tatjana Tönsmeyer, Wuppertal; Arvid Schors, Köln (Moderation)