Den zentralen Konzepten der Historischen Friedens–und Konfliktforschung kamen in imperialen Kontexten andere Bedeutungen zu als in Europa. Friedensstiftung war häufig ein Mittel zur Aufrechterhaltung imperialer Herrschaftsstrukturen; Kriege hatten nicht selten emanzipatorischen Charakter. Inwiefern können die neuere Kolonialgeschichte und postcolonial studies dabei helfen, die für die HFKF charakteristische eurozentrische Perspektive zu überwinden und die Historisierung ihrer Begrifflichkeit voranzutreiben? Zu diesen Fragen können uns die Expertisen von Marie Muschalek und Peter Romijn weiter Auskunft geben.

Marie Muschalek, Violence as Usual. Policing and the Colonial State in German Southwest Africa. Ithaca, NY: Cornell University Press, 2019.

Peter Romijn, Der Lange Krieg der Niederlande: Besatzung, Gewalt und Neuorientierung in den vierziger Jahren. Göttingen: Wallstein Verlag 2017. (Vorträge und Kolloquien des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts; no. 19)

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