Call for Papers: Friedenspsychologie

Call for Papers für eine Themenausgabe (Special Issue) zu ‚Friedenspsy- chologie‘ anlässlich des 100-jährigen Endes des Ersten Weltkrieges des In-Mind-Magazins (http://de.in-mind.org)

Gast-Herausgeber*innen: Christopher Cohrs, Klaus Harnack, Nadine Knab, Carmen Lienen, & Inga Lisa Pauls
Philipps-Universität Marburg / Westfälische Wilhelms-Universität Münster / Universität Koblenz-Landau

Zum 100-jährigen Ende des Ersten Weltkrieges (11. November 1918) gibt das In-Mind Magazin ein Themenheft ‚Friedenspsychologie’ heraus. Dieses historische Ereignis soll darin erinnern, dass der Weg zum (Erhalt von) Frieden auf Grund unserer gesellschaftlichen Entwicklungen durch vielfältige anthropogene Herausforderungen (z.B. Klimaveränderungen, Unterdrückung, Armut) immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Laut UNHCR (2017) befinden sich der- zeit mehr als 65,6 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor politischer Verfolgung und (gewaltsamen) Konflikten. Dies ist die höchste Zahl seit Aufzeichnung des UNHCR und Prog- nosen zeugen von keiner Reduktion. Ein größerer Fokus auf Methoden für konstruktive Frie- densprozesse erscheint mit dem Hintergrund aktueller Entwicklungen von besonderer Rele- vanz. Aber wie kann Frieden erreicht und dauerhaft erhalten werden? Neben anderen Diszip- linen versucht auch die Psychologie mit ihren verschiedenen Unterdisziplinen Antworten auf diese Frage zu finden.

In dieser Sonderausgabe des In-Mind Magazins wollen wir einer breiten Leserschaft die Arbeit und Forschung der Friedenspsychologie vorstellen. Hierzu möchten wir Sie einladen, interes- sante, wissenschaftlich gestützte Artikel und Beiträge einzureichen, die sich mit den folgenden oder ähnlichen Fragestellungen beschäftigen:
– Wie erhalten und verschärfen sich (gewaltsame) Konflikte und was kann man dagegen tun?
– Was sind klassische psychologische Mechanismen, die in der Konflikttransformation und -lösung betrachtet und beforscht werden?
– Wie können psychologische Interventionen zur Konflikttransformation und Friedensschaffung genutzt werden und was sind deren Wirkungsmechanismen?
– Gibt es Empfehlungen aus der Psychologie für die Friedensbildung und -erziehung?
– Wie kann man kollektives Handeln für friedensfördernde Prozesse stärken? Welche Rolle spielt Gewaltfreiheit dabei?
– Welchen Einfluss hat (deutsche) Geschichte auf ein Verständnis und den Erhalt von Frieden?

Das In-Mind Magazin veröffentlicht kurze Überblicksartikel in deutscher Sprache. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie für einen Beitrag (max. 2000 Wörter, max. 15 Referenzen) für diese Themenausgabe gewinnen könnten. Bitte schicken Sie Ihren Themenvorschlag (Abstract von max. 250 Wörter) bis zum 01.03.2018 an frieden.inmind@gmail.com. Der Themenvorschlag sollte darstellen, (a) welche Forschung im geplanten Beitrag vorgestellt werden soll und (b) inwiefern diese Erkenntnisse insbesondere für Laien interessant sind. Sie erhalten von uns bis zum 01.04.18 eine Rückmeldung darüber, ob Ihr Beitrag berücksichtigt werden kann. Die voll- ständigen Manuskripte sollen dann bis zum 15.05.18 eingereicht werden und durchlaufen an- schließend ein Peer–Review-Verfahren. Wir würden uns freuen, wenn Sie diesen Call auch an potentielle Interessent*innen weiterleiten würden. Bei spezifischen Fragen können Sie uns gerne eine Email schreiben.