Buchpräsentation: Medizin gegen den Kalten Krieg

Buchpräsentation mit Zeitzeugengespräch ‚Medizin gegen den Kalten Krieg‘

Der Kalte Krieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf den Alltag und das Leben aller Menschen in Ost und West. Er war eben keinesfalls nur ein ideologischer, militärischer oder politischer Konflikt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Wer trotz der umfangreichen Forschung der vergangenen Jahre diese einfache Wahrheit noch immer nicht vernommen haben mochte, hatte bei der Veranstaltung ‚Medizin gegen den Kalten Krieg‘, die am 28. April im Willy-Brandt-Forum Berlin stattfand, die Gelegenheit dazu.

Der Anlass der Veranstaltung war die Präsentation des neuen Buches ‚Medizin gegen den Kalten Krieg. Ärzte in der anti-atomaren Friedensbewegung der 1980er Jahre‚ von PD Dr. Claudia Kemper, Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sie hat in ihrer nun veröffentlichen Habilitation die Geschichte der westdeutschen Sektion der Nichtregierungsorganisation „International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW) / Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ vom Gründungsjahr 1980 bis in die zweite Hälfte des Jahrzehnts aufgearbeitet. Dazu konnte sie auf den umfangreichen Aktenbestand der Organisation zurückgreifen, den diese vor ein paar Jahren der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg zur Verfügung gestellt hatte. Deren Direktor, der Zeithistoriker Prof. Dr. Axel Schildt, hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, das im Anschluss an die Buchpräsentation stattfindende Zeitzeugengespräch mit der Berliner Anästhesistin und Mitbegründerin der westdeutschen IPPNW, Dr. med. Barbara Hoevener, zu moderieren. Die Veranstaltung des Willy-Brandt-Forums fand in Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und mit freundlicher Unterstützung des Wallstein-Verlages statt. weiterlesen