Frieden und Krieg. Editorial und Aufnahmerichtlinien

Kategorie Allgemein

Editorial

Die Historische Friedens- und Konfliktforschung untersucht, unter welchen Bedingungen und mit welchen Potenzialen „Frieden“ als zwischenstaatliche oder gesellschaftliche Ordnung in der Vergangenheit angestrebt, erreicht oder stabilisiert wurde. Im Zentrum steht die Frage, wie Gesellschaften mit dem Anspruch auf Frieden und Vermeidung von Krieg und Gewalt umgingen und diesen umsetzten. Hierbei geht sie von einem historisch variablen und immer wieder umstrittenen Friedensbegriff aus.

Die Historische Friedens- und Konfliktforschung widmet sich insbesondere dem Bemühen um institutionelle Einhegung und Minderung kollektiver Gewaltanwendung, den Folgen von Gewalterfahrung und den Konflikten um eine Gewalt vermeidende politische Ordnung. Zu ihren Themenfeldern gehören Friedensbewegungen, Friedensbemühungen und Friedensprozesse, ideen- und wissenschaftsgeschichtliche Reflexionen über Pazifismus ebenso wie die Geschichte von Abrüstung, Antimilitarismus und Menschenrechten.

Die Historische Friedens- und Konfliktforschung stellt ein interdisziplinär informiertes Forschungsfeld dar, in dem vor allem sozial-, politik- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen mit der ihnen gemäßen Methodik bearbeitet werden. Das kann auch völkerrechtlich, ökonomisch oder naturwissenschaftlich informierte Forschungen und ihre Methoden einschließen.

Die Reihe „Frieden und Krieg“ dient der Kommunikation in diesen Forschungsfeldern und will zugleich die Themen, Fragen und Ergebnisse der Historischen Friedens- und Konfliktforschung einem breiteren Publikum zugänglich machen. Sie wird herausgegeben in Kooperation mit dem Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung e.V. (www.akhf.de) und knüpft thematisch an frühere Publikationen des Arbeitskreises an.

Jost Dülffer – Daniel Gerster – Corinna Hauswedell – Christian Jansen – Claudia Kemper – Susanne Schregel

Richtlinien für die Aufnahme eines Bandes

Anträge auf die Aufnahme einer Monografie oder eines Sammelbandes in die Reihe „Frieden und Krieg“ können jederzeit an die Herausgeber/innen gerichtet werden. Dazu sind im Fall von Monografien das Manuskript sowie im Fall von Qualifikationsarbeiten vorliegende Gutachten einzureichen, im Fall von Sammelbänden ein kurzes Exposee mit Inhaltsverzeichnis und einem Probekapitel. Die Reihe unterliegt einem peer-review-Verfahren. Das Herausgebergremium entscheidet auf Grundlage zweier Gutachten über die Aufnahme in die Reihe. Die Entscheidung erfolgt in der Regel im Laufe von drei Monaten, in denen zugleich eine Ausschlussfrist gilt, während derer das Manuskript keinem anderen Verlag zur Veröffentlichung angeboten werden darf. Die Aufnahme in die Reihe kann an Bedingungen hinsichtlich der Überarbeitung geknüpft sein. Die Aufnahme von Sammelbänden erfolgt vorläufig und vorbehaltlich der tatsächlichen Qualität des endgültigen Manuskripts. Eine Wiedervorlage abgelehnter Manuskripte ist möglich. Mit der Aufnahme in die Reihe ist nicht die Übernahme der Druckkosten verbunden. Durch den Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung wird die Übernahme einer gewissen Zahl der gedruckten Bücher garantiert.